Warum Gott lacht wenn wir Pläne machen…

2016 war für mich ein Jahr der Überraschungen. Positiver und negativer. Und es ist gar nicht so einfach mich ernsthaft zu überraschen, weil ich grundsätzlich immer alles für möglich halte.
Aber auch wenn ich gelernt habe, flexibel auf das Leben zu reagieren, bin ich dennoch ein Mensch, der weiss was er will und der eine Richtung im Leben hat, weil die Richtung im Leben wichtig ist.
Aber Leben ist eben auch genau das was passiert während man noch Pläne schmiedet.
Einer meiner Pläne war es mein Buchprojekt „Herzenswege“ Ende 2015 zu beenden, spätestens Herbst 2016 war mein spätester Termin.
Tja, und dann kam eben genau das Jahr 2016. Und 2016 war einfach mehr als anstrengend, überraschend und ungewöhnlich – auf allen Ebenen. Beruflich und privat. Mir fällt jetzt auf Anhieb kein Lebensbereich ein, der verschont geblieben wäre.

Aber Hindernisse sind gut, denn durch sie lernen wir. Ohne Erfahrungen hätte man ja nichts erlebt und zum Erleben ist dieses Leben eben genau angedacht. Und als Autor ist es besonders wichtig vielfältige Erfahrungen zu sammeln, denn sonst gäbe es nichts interessantes mitzuteilen. Insofern habe ich 2016 richtig viel Stoff gesammelt, während ich in meinem Leben gleichzeitig ganz viel losgelassen habe. Das wichtigste was ich gehen lassen konnte: Widerstand gegen das was ist und ich gerne anders hätte. Realität gewinnt immer, es ist sinnfrei sich gegen sie zu sträuben.
Loslassen ist ein wichtiger Prozess, der die Voraussetzung für Wandel und Erneuerung schafft. So wird spürbar, was wirklich wichtig im eigenen Leben ist.

In meiner persönlichen Werteskala haben diese drei Dinge Priorität:
1.) Gesundheit, die eigene und die der Menschen die mir nahe stehen. Sie ist die Grundvoraussetzung für das Gedeihen im Leben.
2.) Echte menschliche Nähe ist der größte und wertvollste Schatz in meinem Leben. Und die ist für mich nur möglich durch das gleichzeitige Recht auf absolute Freiheit.
3.) Selbstausdruck. Weil dieser den Sinn meines Lebens für mich ausmacht. Wen oder was sollten wir ausdrücken, wenn nicht uns? Das was andere wollen und erwarten? Wohl kaum!

Für jeden Menschen wird das anders aussehen und meine Werteskala könnte in 10 Jahren durchaus auch Veränderungen duchlaufen. Jede Perspektive ist immer nur eine momentane und persönliche. Ich habe aber festgestellt, wie wichtig es gerade in Zeiten so vielfältiger Ereignisse ist zu wissen, was wirklich bewahrenswert ist. Deswegen halte ich es für hilfreich sich immer wieder einmal die eigenen Werte klarzumachen. Dadurch ergeben sich dann ganz selbstverständlich die richtigen Schritte.

Insofern war dies ein wirklich gutes Jahr. Denn alles was gegen diese Werte arbeitet, werde ich mit Freude aus meinem Leben entlassen oder auf ein gesundes Maß reduzieren. Alles was stärkt was mir wichtig ist, wird mit Freude in meinem Leben begrüßt.

Und was bedeutet das für die Arbeiten an „Herzenswege“? Die haben Priorität, siehe Punkt 3 oben und deswegen ist die Bucherscheinung auf das Frühjahr 2017 angesetzt. Wir dürfen gespannt sein, was mit diesem Plan geschieht. Aktuell versuche ich ein paar sehr erfahrene und interessante Interviewpartner zu gewinnen, die meine persönliche Sicht erweitern sollen, damit meine Leser sich möglichst gut gerüstet auf ihren eigenen Herzensweg begeben können. Denn der hält auch so schon genug Überraschungen bereit 😉

Jetzt hätte ich beinahe vergessen zu beantworten wieso Gott über unsere Pläne lacht. Weil Pläne im Kopf entstehen und dem Verstand fehlt das größere Bild. Vor allem wenn es um Herzenswege geht.

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