Weihnachtswünsche

Wir haben in den letzten Jahren einen neuen Weihnachtsbrauch in meiner Familie eingeführt:
Wir schenken manchmal Dinge, von denen wir nicht unmittelbar selbst profitieren.

Letztes Jahr habe ich Bienenvölker in Äthiopien und Bäume im Kongo verschenkt.

Und genau so etwas wünsche ich mir dieses Jahr zu Weihnachten. Denn die üblichen Dinge, die ich mir früher immer gewünscht habe, wie Bücher oder CD´s, erscheinen mir nicht mehr wichtig. Ich habe einen Stapel an ungelesenen Büchern für den ich eine fünfjährige Auszeit brauchen würde. Obendrein bin ich in einer Lebensphase, wo ich mich eher von Dingen trenne, als mir noch mehr zuzulegen, das der Pflege bedarf.

Warum ich das hier erzähle? Weil ich hoffe, ein paar Leute zu inspirieren. Natürlich soll niemand auf Dinge verzichten, die er sich wirklich von Herzen wünscht. Ich selbst bin ein riesiger Weihnachtsfan. Ich liebe es, Menschen einen Wunsch zu erfüllen und es gibt kaum etwas Schöneres, als die strahlenden Augen eines geliebten Menschen, wenn er sich über ein Geschenk freut.

Aber Hand aufs Herz: Schenken wir nicht oft genug Dinge aus einer Verlegenheit heraus? Eben weil Weihnachten ist und uns gerade nichts wirklich Passendes einfällt? Wie viele Socken, Krawatten. Pralinen und Halstücher braucht ein einzelner Mensch wirklich?

Wie wäre es also damit, jemandem ein Stück Hoffnung und Zukunft zu schenken? Am Besten etwas, das dem Geschmack und den Werten des Beschenkten entspricht.

Für diejenigen, die Anregungen für ein Geschenk suchen:
Bei Oxfam gibt es tolle Ideen zu Weihnachten (zum Beispiel die Bäume oder Bienenvölker).
Auch auf Crowdfunding-Seiten findet sich etwas passendes für jeden Geschmack. Von kulturellen Projekten über Umweltschutz oder neue Erfindungen ist garantiert für jeden Beschenkten etwas Interessantes etwas dabei. Ich stehe zum Beispiel auf Indigogo.
Für viele der dortigen Kampagnen gibt es auch Perks. Das sind kleine Geschenke als Dankeschön für die Förderer.

Diese Geschenke sorgen sicherlich für Überraschungen, Diskussionen….und sie schaffen die Zukunft, die wir uns für die Menschen, die wir lieben, wünschen.

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Die Armee des Bösen

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Zur Zeit scheint die ganze Welt zu spinnen. An allen Ecken und Enden der Welt brodeln Konflikte und prallen Weltanschauungen aufeinander. Vor lauter Meinungen und Anschauungen kann einem nur noch der Kopf schwirren. Zu leicht verirrt man sich dabei in den Details der Streitigkeiten, lässt sich vereinnahmen von einer Gruppe und bekämpft die Ansichten der anderen.

Und an diesem Punkt wird man selbst zum Übel.

Jeder, wirklich jeder! der für seine Meinung gegen einen anderen kämpft, und sei es verbal, ist zum Botschafter des Bösen geworden.

Denn nicht die verschiedenen Meinungen und Weltanschauungen sind der Feind. Nein, der Feind wohnt in unseren eigenen Herzen. Sein Name ist Angst und er hat tausend Gesichter. Jedes Mal, wenn diese Angst sich in uns regt, dann sind wir bereit dafür zu kämpfen, dass wir Recht haben und „die Anderen“ unrecht. „Die Anderen“ nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg, bringen uns ihre Kultur in unser Land und konkurrieren mit uns um Ressourcen. Und „die anderen“ denken von dir genau das gleiche. Und während du denkst einen gerechten Kampf zu kämpfen, kämpfen der andere und du in Wirklichkeit für den gleichen Herrn, denn Ihr seid dann beide der Armee des Bösen beigetreten.

Der wahre Feind ist nie der Andere. Der andere ist einfach nur anders. Sein Anderssein ist kein Problem. Deine Angst vor dem Anderen und deine Bereitschaft ihn zu bekämpfen ist das Problem.

In Wirklichkeit sind die verschiedenen Konfliktparteien gar keine Feinde. Sie alle sind sich zu verdammt ähnlich! Alle sind bereit gegen den Anderen zu kämpfen. Leider sind sie nie bereit konstruktive Lösungen zu suchen. Lösungen, die dem anderen sein Anderssein gestatten ohne sich selbst von ihm verbiegen zu lassen. Alle Konfliktparteien auf der Welt sind in Wirklichkeit Glaubenskriege. Es geht immer darum den eigenen Glauben, die eigene Weltanschauung einem anderen aufdrängen zu müssen. Und jede Konfliktpartei beweist dabei nur eines: Sie hat Angst ihre Sache sei nicht stark genug. Aber diese Stärke erlangt man nicht, indem man den Anderen schwächt und bekämpft.
Die eigene Stärke erlangt man nur, indem man seine eigenen Weltanschauungen lebt und für sie eintritt.

Wenn man für seine eigenen Werte eintritt, braucht man nie die Grenzen des anderen zu überschreiten, man muss ihn nie ins Unrecht setzen. Wenn das wofür du eintrittst in sich Stärke besitzt, dann brauchst du keine Angst zu haben, dann brauchst du keinen Kampf. Dann und nur dann hast du gewonnen, gegen unser aller Feind. Nur dann wird es Sieger geben, nämlich uns alle. Und dieser Sieg ist der einzige der zählt, weil nur dieser uns eine Zukunft schenkt.

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