Anja hat einen Drachen

Nein, ich habe keine neue Vorgesetzte, sondern ich habe mir einen Sekretär zugelegt. Aber nicht irgendeinen langweilen, blassen Jüngling, sondern einen Helfer, der zu einer Autorin passt: Einen Drachen.

Diesen hatte ich mir vor ein paar Monaten, gemeinsam mit einem Diktiergerät, zugelegt gehabt. Das Diktiergerät,  ein Olympus VN-731, testete ich auch gleich und war davon begeistert, dass ich jetzt Ideen und Texte festhalten konnte, während ich Gemüse schnippelte oder spülte, ließ aber die Spracherkennungssoftware erst einmal ungenutzt liegen, weil ich der Meinung war, ich hätte gerade keine Zeit, diese auf mich einzurichten. Das war eindeutig ein Fehler.

Denn dann zog ich mir einen Tennisarm zu, was witzig klingt aber wirklich schmerzhaft ist. Obendrein ist der Name irreführend, denn man kann sich das auch durch Aktenordnerweitwurf und exzessive Mausbedienung zuziehen, den üblichen Bürosportarten.

Als ich dann auf Facebook schrieb, dass mein Buchprojekt sich noch mal verzögern würde, antwortete mir eine Autorenkollegin sie habe sich in einem ähnlichen Fall mit der Spracherkennungssoftware „Dragon Naturally Speaking“ weitergeholfen. Genau die, die ich daheim hatte, super.

Immerhin habe ich jetzt diesen Blogartikel fertigstellen können, aber ich kann allen, die sich eine solche Software zulegen, nur raten sie sofort einzurichten. Denn mein kleiner Drache muss mich erst noch richtig verstehen lernen. Er gewöhnt sich an die Aussprache seines Benutzers, indem er es wie wir alle macht: Er lernt durch Fehler. Jedes Mal wenn er korrigiert wird, speichert er das ab. Die Software ist wirklich super, allerdings werde ich eher langfristig vom Drachen profitieren, denn damit mein kleiner Helfer richtig schlau werden kann, muss ich so weit hergestellt sein, dass ich längere Texte korrigieren kann. Er ist zum Beispiel immer noch der Meinung, er arbeite für jemanden, der sich mit Schreinerei beschäftigt. Und anstatt „zu üben“ will er sieben. Sehr witzig.

CAM00368

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