Nicht gut genug!

Ich bin der Überzeugung, dass der Gedanke nicht gut genug zu sein, die Menschheit kollektiv ins Unglück stürzte. In meinem letzten Buch „Werte – Der Wandel sind wir“ beschreibe ich diese Idee sogar als den eigentlichen Sündenfall der Menschheit.

Diese ganz grundlegende Wahrheit bestätigt sich immer wieder in allen nur denkbaren Lebensbereichen.
Ich beobachte so viele Menschen wie sie sich auf Irrwegen verlaufen und Schatten jagen, weil sie einen angenommenen inneren Mangel im Außen befriedigen wollen. Und es ist dabei wirklich völlig egal, ob sie beruflichem Erfolg, Geld oder dem Traumpartner hinterherjagen. Sie treiben sich damit nur ins Unglück.
Mangel kann nur Mangel erschaffen. Die Haltung eines verzweifelten Bettlers kann kein blühendes Königreich erschaffen. Und damit wir uns hier richtig verstehen: Ich habe Bettler getroffen, die freie Könige waren und reiche Menschen, die verzweifelt und einsam in ihrem Reichtum saßen, bereit jeder Illusion zu folgen, die ihnen Glück versprach.

Wenn der Mangel aber eine Lüge ist, jeden Tag milliardenfach wiederholt, dann ist diese so laut geworden, dass die Wahrheit so leise dagegen erscheint.
Ändere das, nur du für dich. Wenn die Idee des Mangels dich zum Bettler macht, dann werde zum König. Jetzt, ab diesem Tag! Nimm einfach einmal die gegenteilige Idee an, dass du so wie du bist vom Leben gewollt bist, einfach weil du sonst ja nicht existieren würdest. Setz dich auf deinen Thron und betrachte dein Leben.
So vieles ist so gut. Du lebst. Du atmest. Du hast zu Essen, Kleidung, Wasser. Du kannst Lesen und verfügst über Freizeit. Du verfügst über persönliche Talente und liebenswerte Eigenschaften. Du bist ein König/eine Königin.
Und dieser bestimmst was in seinem Leben wichtig ist. Nicht dein Chef, dein Nachbar, ein TV-Spot und nicht einmal dein Partner, deine Eltern oder Kinder. In deinem Leben bist du der Boss.

Alles ist gut. Und wenn es nicht gut ist, dann bleibst du dennoch auf deinem Thron. Könige haben Furunkel am Hintern und Königinnen Hängebrüste. Sie sind dennoch der Lenker im Königreich ihres persönlichen Lebens.
Diese scheinbar winzig kleine Änderung der Sicht besitzt die Kraft dein komplettes Leben zu verändern.

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Die Angst vor Ablehnung als Erfolgsverhinderer

Egal welche Dinge du im Leben gerne erreichen möchtest: Ob du deinen Traumpartner suchst oder dich gerne selbstständig machen möchtest, das, was dich zaudern lässt, ist meist die Angst vor Ablehnung.

Ich habe das bei unglaublich vielen Menschen beobachten können, als auch selbst erfahren. Man verinnerlicht diese Angst so, dass sie völlig selbstverständlich wie ein Teil des eigenen Selbst erscheint und kaum wahrgenommen wird.

Wie bei den meisten Menschen steckte auch bei mir die eigentliche ursprüngliche Wurzel des Problems irgendwo in der früheren Kindheit. Zum damaligen Zeitpunkt hing unser Überleben von unseren Eltern ab. Deshalb hatte das Gefühl der Ablehnung für uns etwas wirklich Lebensbedrohliches an sich. Und tief in unserem Unterbewusstsein ist diese Erfahrung abgespeichert, die heute gar nichts mehr mit unserer Realität zu tun hat.

Aber trotzdem hindert dieses Muster uns daran, mutig voranzuschreiten. Denn wenn die Traumfrau uns einen Korb gibt oder unser potenzieller Geschäftspartner kein Interesse an uns hat, dann wird dieses Muster wieder aktiv. Wir können die Lage nicht nüchtern betrachten, wir haben Angst und dieses Gefühl engt unsere Perspektive ein.
Dadurch sehen wir gar nicht, dass die Ablehnung

1) gar nicht schlimm ist

2) gar nichts über uns aussagt.

1) Sie ist nicht schlimm, weil es da draußen Millionen von potentiellen Liebes- oder Geschäftspartnern gibt. Zu wissen, dass du dich nach einem anderen Kandidaten umschauen mußt, ist sogar gut. Rein rational betrachtet solltest du dir die befürchtete Ablehnung also so schnell wie möglich abholen, damit du keine Zeit verschwendest.

2) Wenn der andere mit dir keine Beziehung eingehen will, sagt das nicht aus, dass du „nicht gut genug“ bist. Der andere passt nicht zu dir. Punkt.

Wenn du so drauf bist, wie ich lange Zeit in meinem Leben, dann denkst du dir bei diesem Punkt vielleicht. „Doch doch, ich bin richtig. Der andere weiß das nur noch nicht.“
Ähm, nein! Definitiv nein!
Wenn der andere zu dir „Nein“ sagt, dann sieht er deine Vorzüge nicht und/oder sie sind für ihn nicht interessant. Und damit sagt er nichts über dich aus, sondern über sich. Dann ist er/sie definitiv verkehrt für dich. Du bist ok, du bist ein wundervoller, liebenswerter und aufregender Mensch, aber dein Gegenüber kann das nicht wahrnehmen. Für ihn/sie passt du einfach nicht. Und dein Gegenüber ist auch ok, aber hat einfach andere Vorstellungen.

Wieso ich das weiß? Weil ich selbst lange und schmerzhaft lernen musste, dass es gar keinen Grund gibt, Angst zu haben und es absolut unnötig ist, bei einem „Nein“ unglücklich zu sein. Wegen meiner frühkindlichen Prägung hatte ich ein echtes Talent darin, absolut zielsicher an die falschen Türen zu klopfen. Denn in mir war immer noch das kleine, traurige, ungeliebte Mädchen, das darauf bestanden hat, von dieser einen Person doch bitte-bitte gemocht zu werden. Und dann wurde mir wieder bestätigt, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Bei anderen ist dieses innere Kind nicht traurig, sondern vielleicht wütend oder bockig – aber es ist dein inneres Kind, das dir hier in die Quere kommt.

Ich kann dir nur raten, dich liebevoll mit diesem inneren Kind zu befassen, vielleicht einen Kurs zur Heilung desselben zu besuchen etc. – und dann den erwachsenen Menschen in dir auf den Weg zu schicken, damit du entspannt versuchen kannst, Geschäfts- und Liebeskontakte zu knüpfen.
Denn was wirklich erstaunlich ist: Durch unseren von Angst eingeschränkten Blick können wir die, die gerne mit uns spielen, lieben und arbeiten würden, oft nicht wahrnehmen. Und für jeden von uns gibt es da draußen viele passende Personen, die uns genau so mögen, wie wir sind. Die passen dann auch wirklich zu uns.

Trau dich. Wenn es sogar für mich die passenden Deckel gibt, dann für dich erst recht.

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