Die Armee des Bösen

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Zur Zeit scheint die ganze Welt zu spinnen. An allen Ecken und Enden der Welt brodeln Konflikte und prallen Weltanschauungen aufeinander. Vor lauter Meinungen und Anschauungen kann einem nur noch der Kopf schwirren. Zu leicht verirrt man sich dabei in den Details der Streitigkeiten, lässt sich vereinnahmen von einer Gruppe und bekämpft die Ansichten der anderen.

Und an diesem Punkt wird man selbst zum Übel.

Jeder, wirklich jeder! der für seine Meinung gegen einen anderen kämpft, und sei es verbal, ist zum Botschafter des Bösen geworden.

Denn nicht die verschiedenen Meinungen und Weltanschauungen sind der Feind. Nein, der Feind wohnt in unseren eigenen Herzen. Sein Name ist Angst und er hat tausend Gesichter. Jedes Mal, wenn diese Angst sich in uns regt, dann sind wir bereit dafür zu kämpfen, dass wir Recht haben und „die Anderen“ unrecht. „Die Anderen“ nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg, bringen uns ihre Kultur in unser Land und konkurrieren mit uns um Ressourcen. Und „die anderen“ denken von dir genau das gleiche. Und während du denkst einen gerechten Kampf zu kämpfen, kämpfen der andere und du in Wirklichkeit für den gleichen Herrn, denn Ihr seid dann beide der Armee des Bösen beigetreten.

Der wahre Feind ist nie der Andere. Der andere ist einfach nur anders. Sein Anderssein ist kein Problem. Deine Angst vor dem Anderen und deine Bereitschaft ihn zu bekämpfen ist das Problem.

In Wirklichkeit sind die verschiedenen Konfliktparteien gar keine Feinde. Sie alle sind sich zu verdammt ähnlich! Alle sind bereit gegen den Anderen zu kämpfen. Leider sind sie nie bereit konstruktive Lösungen zu suchen. Lösungen, die dem anderen sein Anderssein gestatten ohne sich selbst von ihm verbiegen zu lassen. Alle Konfliktparteien auf der Welt sind in Wirklichkeit Glaubenskriege. Es geht immer darum den eigenen Glauben, die eigene Weltanschauung einem anderen aufdrängen zu müssen. Und jede Konfliktpartei beweist dabei nur eines: Sie hat Angst ihre Sache sei nicht stark genug. Aber diese Stärke erlangt man nicht, indem man den Anderen schwächt und bekämpft.
Die eigene Stärke erlangt man nur, indem man seine eigenen Weltanschauungen lebt und für sie eintritt.

Wenn man für seine eigenen Werte eintritt, braucht man nie die Grenzen des anderen zu überschreiten, man muss ihn nie ins Unrecht setzen. Wenn das wofür du eintrittst in sich Stärke besitzt, dann brauchst du keine Angst zu haben, dann brauchst du keinen Kampf. Dann und nur dann hast du gewonnen, gegen unser aller Feind. Nur dann wird es Sieger geben, nämlich uns alle. Und dieser Sieg ist der einzige der zählt, weil nur dieser uns eine Zukunft schenkt.

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