Zweifache Silvesterfeier

Da ich mich aktuell gerade in den Vereinigten Staaten aufhalte, werde ich heute gleich zweimal das Neue Jahr begrüßen. Einmal werde ich hier gedanklich mit all denen anstoßen, die mir innerlich nahe sind, aber körperlich weit weg in Deutschland feiern. Diese starten für mich hier um 4h nachmittags ins Jahr 2016. Irgendwie fühlt sich das lustig an, dass meine Lieben daheim dann ein anderes Jahr schreiben werden, als ich hier.
Aber nur für 8 Stunden. Dann werde ich hier nochmals den Jahreswechsel begehen. Die Amerikaner haben dabei den Brauch etwas symbolisch fallen zu lassen . In New York wird dabei beispielsweise der Times Square Ball, eine große beleuchtete Kugel, langsam herabgelassen. Ähnliches findet in vielen Städten statt. Dazu erklingt das Lied Auld Lang Syne, dass ich sowieso liebe und deshalb inbrünstig mitgröhlen werde.

Die symbolische Geste des „Drop Ball“ hat mich inspiriert, weshalb ich das Loslassen für mich in meine persönlichen Neujahrsbräuche aufnehmen werde.

Wir alle haben immer wieder viele Vorsätze fürs Neue Jahr. Ich werde mir diesmal vor allem eines Vornehmen: Das zu beenden, das mir schadet. Was auch immer es sein möge. Darüber habe ich in den kommenden Stunden noch genug Zeit mir Gedanken zu machen. Was in meinem Leben dient mir nicht mehr? Was hält mich zurück? Das ist einfach und schwer zugleich. Denn oft dienen uns auch Dinge, die uns schaden.

Solange ich z. B. keinen Weg gefunden hatte, mit Stress umzugehen und nicht den Mut hatte auch einmal unbequem zu sein, stellte ich mich z. B. jahrzehntelang mit Nervengift selbst ruhig. Ich war damals seit langen Jahren Kettenraucherin gewesen und jeder Versuch aufzuhören scheiterte. Aufhören konnte ich erst, als ich gesundheitliche Probleme bekam und mir klar wurde, dass keine Beruhigung der Welt es wert war, mich zu zerstören.
Denn eines ist auch klar: Wir können nicht etwas loslassen, weil wir das sollten, sondern es wird nur gelingen, wenn der Schmerz des Festhaltens größer ist, als die Angst vorm Loslassen. Dinge, die uns schaden, geben uns zugleich oft ein vermeintliches Gefühl der Sicherheit. Jemand hat das Festhalten an schädlichen Dingen einmal mit dem Umklammern eines glühenden Stücks Kohle gleichgesetzt. Manchmal fällt es nicht leicht die schmerzende Faust zu öffnen. Ich weiss nicht mehr, wer dieses Bild benutzte, aber es liegt etwas Wahres darin.
Seid also gut zu Euch und nehmt nur das mit ins Neue Jahr, was Euch weiterbringt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen leichten und entspannten Übergang in ein erfülltes und glückliches Jahr 2016.

Eure Anja

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Bildquelle: Denise_pixelio.de

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Frohes Weihnachtsfest

Ich habe keine Ahnung woran es liegt, aber mir ist dieses Jahr so gar nicht weihnachtlich zumute. Vielleicht liegt´s am sonnig-warmen Wetter hier in Freiburg, wo bei frühlingshaften 16 Grad die Vögel zwitschernd durch die Bäume toben und eine verirrte kleine Biene an meinen Christrosen naschte. Das verwirrt die eigene Vorstellungswelt.
Ich frage mich, wie es „down under“, auf der Südhalbkugel wohl mit dem Weihnachtsfeeling bestellt sein mag, wenn Sonnencreme und Sandstrand die Schneemänner ersetzen. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und in seinen Stimmungen von der Umgebung abhängig.
Vielleicht handelt es sich aber auch um einen Anpassungsprozess, schließlich habe ich schon immer propagiert, dass das ganze Jahr Weihnachten sein sollte, weil ich Großzügigkeit, Freude und Herzenswärme für Grundqualitäten des Lebens halte. Wenn man diese täglich lebt, fällt Weihnachten gar nicht mehr so sehr aus dem Rahmen. Schöne Augenblicke sind sowieso das wertvollste Geschenk, das wir uns und anderen machen können.
Ich hoffe Ihr habt von diesen wertvollen Momenten jede Menge in Eurem Leben und genießt die Weihnachtsfeiertage für eine besinnlich-schöne Auszeit vom Alltag. Seid friedlich und fröhlich und genießt die Zeit mit Euren Lieben. Frohe Weihnachten für alle.

Weihnachtskugel internat.

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Weihnachtswünsche

Wir haben in den letzten Jahren einen neuen Weihnachtsbrauch in meiner Familie eingeführt:
Wir schenken manchmal Dinge, von denen wir nicht unmittelbar selbst profitieren.

Letztes Jahr habe ich Bienenvölker in Äthiopien und Bäume im Kongo verschenkt.

Und genau so etwas wünsche ich mir dieses Jahr zu Weihnachten. Denn die üblichen Dinge, die ich mir früher immer gewünscht habe, wie Bücher oder CD´s, erscheinen mir nicht mehr wichtig. Ich habe einen Stapel an ungelesenen Büchern für den ich eine fünfjährige Auszeit brauchen würde. Obendrein bin ich in einer Lebensphase, wo ich mich eher von Dingen trenne, als mir noch mehr zuzulegen, das der Pflege bedarf.

Warum ich das hier erzähle? Weil ich hoffe, ein paar Leute zu inspirieren. Natürlich soll niemand auf Dinge verzichten, die er sich wirklich von Herzen wünscht. Ich selbst bin ein riesiger Weihnachtsfan. Ich liebe es, Menschen einen Wunsch zu erfüllen und es gibt kaum etwas Schöneres, als die strahlenden Augen eines geliebten Menschen, wenn er sich über ein Geschenk freut.

Aber Hand aufs Herz: Schenken wir nicht oft genug Dinge aus einer Verlegenheit heraus? Eben weil Weihnachten ist und uns gerade nichts wirklich Passendes einfällt? Wie viele Socken, Krawatten. Pralinen und Halstücher braucht ein einzelner Mensch wirklich?

Wie wäre es also damit, jemandem ein Stück Hoffnung und Zukunft zu schenken? Am Besten etwas, das dem Geschmack und den Werten des Beschenkten entspricht.

Für diejenigen, die Anregungen für ein Geschenk suchen:
Bei Oxfam gibt es tolle Ideen zu Weihnachten (zum Beispiel die Bäume oder Bienenvölker).
Auch auf Crowdfunding-Seiten findet sich etwas passendes für jeden Geschmack. Von kulturellen Projekten über Umweltschutz oder neue Erfindungen ist garantiert für jeden Beschenkten etwas Interessantes etwas dabei. Ich stehe zum Beispiel auf Indigogo.
Für viele der dortigen Kampagnen gibt es auch Perks. Das sind kleine Geschenke als Dankeschön für die Förderer.

Diese Geschenke sorgen sicherlich für Überraschungen, Diskussionen….und sie schaffen die Zukunft, die wir uns für die Menschen, die wir lieben, wünschen.

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