Die Nachfahren der Flüchtlinge

Die Nachfahren der Flüchtlinge….sind wir!

Bei der aktuellen Flüchtlingsdebatte wird ein Aspekt immer wieder vergessen: Im Laufe der Geschichte, vor allem hier in Mitteleuropa, haben sich Menschen immer wieder gezwungen gesehen, ihre Heimat zu verlassen und sich an einem anderen Ort anzusiedeln.

Im 19. Jahrhundert sind fast 6 Millionen Deutsche nach Übersee ausgewandert, vor allem in die USA.

Von 1939 bis 1951 wurden mehr als 10% der europäischen Bevölkerung umgesiedelt, vertrieben oder in die Flucht geschlagen – insgesamt mehr als 60 Millionen Menschen.

https://www.kkstiftung.de/files/paket-lernstation7.pdf

Menschen brauchen einen massiven Grund um ihre Heimat zu verlassen. Sie riskieren ihr Leben und das Wohl ihrer Kinder nicht aus einer Laune heraus. Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, dass endlich eine wirklich lange Zeit des Friedens herrscht. Seit nunmehr 70 Jahren genießen wir diesen in der Geschichte einmaligen Luxus, uns Wohlstand und Sicherheit aufbauen zu können, ohne dass uns Bomben um die Ohren fliegen und unsere Kinder hungern müssen. Das ist ein erhaltenswertes Gut. Wir können stolz auf diese Leistung sein – die aber zum einen nur in Zusammenarbeit mit anderen Nationen möglich war und die zum anderen alles andere als selbstverständlich ist.

Der Balkankrieg in den 90ern hatte mich damals stark erschüttert, weil er für mich überraschend kam und fast vor unserer Haustür stattfand. Das waren keine fremde Barbaren, sondern moderne Menschen in einer schönen Heimat. Die Ortschaften sahen aus wie bei uns.

Aktuell gibt es den Ukrainekonflikt, ebenfalls nur wenige Kilometer von unserer Insel der Glückseeligen entfernt. Frieden und Sicherheit sind ein kostbares Gut.

Die momentan viel diskutierte Flüchtlingsfrage spaltet die Bevölkerung. Dabei sollten alle Menschen, egal welcher politischen Gesinnung, sich in einem einig sein: die Ursache der Flucht ist das eigentliche Problem. Statt gegen Flüchtlinge zu kämpfen, sollten wir für Frieden und Wohlstand eintreten.

Hier aber kommt unsere Doppelmoral zum Vorschein: Der Reichtum Deutschlands beruht u. a. auf der Tatsache, dass unsere kleine Nation an 4. Stelle der weltweiten Waffenexporteure steht. Hinter Riesenstaaten wie USA, Russland und China. Das ist wirklich beschämend. Wir glauben, dass wir Tod und Verderben exportieren können und damit Sicherheit und Wohlstand für uns erschaffen? Das kann und wird nicht funktionieren. Statt also Flüchtlinge anzugreifen, verweigert doch endlich denen die Gefolgschaft, die sie verursachen!

Foto Waffen Flüchtlinge

 

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Feiere dich und dein Leben

Es ist wirklich absurd. Ständig kritisieren wir uns und andere. Ewig sind wir unzufrieden mit dem, der wir sind und dem, was wir haben. Und im Wort „unzufrieden“ steckt er drin, unser fehlender Seelenfrieden, den wir uns doch eigentlich wünschen.

Solange wir aber hinter allem her hetzen, alles schöner, schneller und effizienter machen wollen, was uns vor die Füße kommt, werden wir diesen inneren Frieden nicht finden können. Ein getriebener Mensch landet höchstens im Burn-out oder bekommt einen Herzinfarkt, aber Frieden wird er erst dann finden, wenn er die scheinbar von außen kommende Bremse im Leben annimmt.

Deshalb, lieber Leser, bitte ich dich: Nimm dir Zeit für dich. Mache einmal einfach gar nichts. Gib dir heute frei. Schau dich und dein Leben an und freue dich an der Schönheit, die du bereits besitzt.
Und jeder von uns besitzt Schönes.
Ich habe mich einmal mit einem Menschen unterhalten, der obdachlos war, von Ort zu Ort zog, absichtlich ohne staatliche Hilfen etc. lebte. Nicht weil er sie nicht hätte bekommen können, sondern weil er nicht bereit gewesen war, sie gegen das höchste Gut, das er besaß, einzutauschen: seine Freiheit. Auf den ersten Blick hätte man meinen können er sei arm gewesen, aber ich betrachtete ihn genau als er mir berichtete, wie er an diesem Tag nicht von einem Wecker, sondern vom Gesang der Vögel aufgeweckt worden sei – und sich wie ein König gefühlt habe. Ich schaute ihm während seiner Schilderung in die Augen und deshalb weiß ich, dass er die Wahrheit gesagt hatte. Er war an diesem Morgen nicht als Penner, sondern als König erwacht. Und er hatte mir ein Geschenk gemacht, als er seine Sicht der Dinge mit mir teilte.

Nun, ich selbst würde nicht wie dieser Mann leben wollen, dafür schätze ich gewisse Annehmlichkeiten wie ein Dach über den Kopf viel zu sehr, aber wenn dieser Mann sich wie ein König fühlen kann, dann kann es jeder von uns, der dies hier liest.
Es ist gerade Sommer, auch bei dir singen Vögel, Wächst und gedeiht alles. Du hast sogar Strom, sonst könntest du die Zeilen hier nicht lesen. Du wirst Zugang zu Wasser haben, um dich zu erfrischen und zu reinigen.
Egal ob du in einer Villa oder einem kleinen Zimmer sitzt, allein lebst oder Teil einer Großfamilie bist, egal ob du gesund oder krank bist – du kannst den heutigen Tag leben und erleben, er ist einmalig, kostbar, kommt nie wieder – also feiere und würdige ihn.
Nimm einmal, nur für einen einzigen Tag, wahr was du alles besitzt und bist. Kritisiere einmal nicht – weder dich noch andere. Ja, dein Sohn hat sein Zimmer schon wieder nicht aufgeräumt, aber freue dich einfach, dass es ihn gibt. Das wird dich viel reicher, glücklicher und friedvoller machen, als ein aufgeräumtes Zimmer es vermögen.
Vielleicht hat dein Partner letzte Nacht geschnarcht – aber hey, freu dich daran, dass er neben dir atmet und dich schlaftrunken umarmt.
Stell dich vor den Spiegel und schau dir in deine wunderschönen Augen – lach dir zu und wirf dir einen Kuss zu. Es ist toll, wie du all die Probleme in deinem Leben gemeistert hast – prima, dass du dich auf dich selbst verlassen kannst und dir selbst immer zur Seite stehst.
Dein Hintern ist dick? Dann freue dich über die Farbe deiner Haare! Die Haare gefallen dir nicht? Dann bestaune das Funkeln deiner Augen! Hör einmal, wie schön deine Stimme klingt, wie ansteckend dein Lachen ist, wie herzlich dein Lächeln und wie putzig süß oder markant charaktervoll deine Nase.

Wir Menschen werden komplett falsch programmiert. Wir suchen immer nach dem, was noch nicht gut genug ist, an uns und an anderen. Immer fällt uns ein, was wir noch nicht besitzen oder sind.
Ändere das – nur für einen einzigen Tag…und erlebe kleine Wunder an diesem schönen, reichen Tag. Mach ihn dir selbst zum Geschenk.

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