Die Angst vor Ablehnung als Erfolgsverhinderer

Egal welche Dinge du im Leben gerne erreichen möchtest: Ob du deinen Traumpartner suchst oder dich gerne selbstständig machen möchtest, das, was dich zaudern lässt, ist meist die Angst vor Ablehnung.

Ich habe das bei unglaublich vielen Menschen beobachten können, als auch selbst erfahren. Man verinnerlicht diese Angst so, dass sie völlig selbstverständlich wie ein Teil des eigenen Selbst erscheint und kaum wahrgenommen wird.

Wie bei den meisten Menschen steckte auch bei mir die eigentliche ursprüngliche Wurzel des Problems irgendwo in der früheren Kindheit. Zum damaligen Zeitpunkt hing unser Überleben von unseren Eltern ab. Deshalb hatte das Gefühl der Ablehnung für uns etwas wirklich Lebensbedrohliches an sich. Und tief in unserem Unterbewusstsein ist diese Erfahrung abgespeichert, die heute gar nichts mehr mit unserer Realität zu tun hat.

Aber trotzdem hindert dieses Muster uns daran, mutig voranzuschreiten. Denn wenn die Traumfrau uns einen Korb gibt oder unser potenzieller Geschäftspartner kein Interesse an uns hat, dann wird dieses Muster wieder aktiv. Wir können die Lage nicht nüchtern betrachten, wir haben Angst und dieses Gefühl engt unsere Perspektive ein.
Dadurch sehen wir gar nicht, dass die Ablehnung

1) gar nicht schlimm ist

2) gar nichts über uns aussagt.

1) Sie ist nicht schlimm, weil es da draußen Millionen von potentiellen Liebes- oder Geschäftspartnern gibt. Zu wissen, dass du dich nach einem anderen Kandidaten umschauen mußt, ist sogar gut. Rein rational betrachtet solltest du dir die befürchtete Ablehnung also so schnell wie möglich abholen, damit du keine Zeit verschwendest.

2) Wenn der andere mit dir keine Beziehung eingehen will, sagt das nicht aus, dass du „nicht gut genug“ bist. Der andere passt nicht zu dir. Punkt.

Wenn du so drauf bist, wie ich lange Zeit in meinem Leben, dann denkst du dir bei diesem Punkt vielleicht. „Doch doch, ich bin richtig. Der andere weiß das nur noch nicht.“
Ähm, nein! Definitiv nein!
Wenn der andere zu dir „Nein“ sagt, dann sieht er deine Vorzüge nicht und/oder sie sind für ihn nicht interessant. Und damit sagt er nichts über dich aus, sondern über sich. Dann ist er/sie definitiv verkehrt für dich. Du bist ok, du bist ein wundervoller, liebenswerter und aufregender Mensch, aber dein Gegenüber kann das nicht wahrnehmen. Für ihn/sie passt du einfach nicht. Und dein Gegenüber ist auch ok, aber hat einfach andere Vorstellungen.

Wieso ich das weiß? Weil ich selbst lange und schmerzhaft lernen musste, dass es gar keinen Grund gibt, Angst zu haben und es absolut unnötig ist, bei einem „Nein“ unglücklich zu sein. Wegen meiner frühkindlichen Prägung hatte ich ein echtes Talent darin, absolut zielsicher an die falschen Türen zu klopfen. Denn in mir war immer noch das kleine, traurige, ungeliebte Mädchen, das darauf bestanden hat, von dieser einen Person doch bitte-bitte gemocht zu werden. Und dann wurde mir wieder bestätigt, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Bei anderen ist dieses innere Kind nicht traurig, sondern vielleicht wütend oder bockig – aber es ist dein inneres Kind, das dir hier in die Quere kommt.

Ich kann dir nur raten, dich liebevoll mit diesem inneren Kind zu befassen, vielleicht einen Kurs zur Heilung desselben zu besuchen etc. – und dann den erwachsenen Menschen in dir auf den Weg zu schicken, damit du entspannt versuchen kannst, Geschäfts- und Liebeskontakte zu knüpfen.
Denn was wirklich erstaunlich ist: Durch unseren von Angst eingeschränkten Blick können wir die, die gerne mit uns spielen, lieben und arbeiten würden, oft nicht wahrnehmen. Und für jeden von uns gibt es da draußen viele passende Personen, die uns genau so mögen, wie wir sind. Die passen dann auch wirklich zu uns.

Trau dich. Wenn es sogar für mich die passenden Deckel gibt, dann für dich erst recht.

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Zeit ist Geld

Wenn du als Angestellter oder Selbstständiger einen bestimmten Stundenlohn erhältst, kann es sein, dass für dich scheinbar Zeit = Geld ist.
Aber das stimmt natürlich nur bedingt, denn es gibt eine Menge Zeit, für die du normalerweise nicht bezahlt wirst, es sei denn, du schummelst und machst dein Nickerchen während der Arbeitszeit oder rechnest wie so mancher Selbstständige am Tag 28 Stunden Arbeitszeit ab. Beides führt, wenn es auffliegt, jedoch dazu, dass du bald mehr Zeit und weniger Geld hast, weil du ohne Arbeit- bzw. Auftraggeber dasitzt. Damit zeigt sich bereits, dass die Gleichung oft nicht aufgeht.

Es stimmt, dass wir oft unsere Zeit für Geld eintauschen. Aber das macht Zeit nicht zu Geld. Wenn wir genau darüber nachdenken, ist Zeit auch sehr viel kostbarer als Geld. Denn du kannst vielleicht am Samstag im Lotto eine Menge Geld gewinnen oder es erben, aber mehr Lebenszeit kann dir Geld für gewöhnlich nicht verschaffen.
Auch wenn sich reiche Menschen bessere Pflege kaufen können, ist keineswegs gewiss ob sie damit auch mehr Lebenszeit erhalten. Ein immer wieder zitierter Fall war der des Johannes von Thurn und Taxis, der 1990 innerhalb weniger Tage zwei Mal ein Spenderherz transplantiert bekam – ein Schelm wer Böses dabei denkt – was ihm sein Leben aber dennoch nicht retten konnte. Insofern kann kein Geld zu haben vielleicht Lebenszeit kosten, Geld zu besitzen diese Zeit aber nicht unbedingt kaufen.

Ein Film, den ich bereits zwei Mal gesehen habe und den ich wirklich zum Thema empfehlen kann, ist: IN TIME – Deine Zeit läuft ab.
In diesem Film ist Zeit wirklich Geld. Der Film ist unterhaltsam und spannend gemacht; er steckt zugleich voller Kapitalismuskritik und kann uns zu tief greifenden Fragen über unser eigenes Verhältnis zu Zeit und Geld führen, wenn wir das wollen.
Ein sehr interessantes Zitat aus dem Film: „Sein Verbrechen war nicht Zeit zu stehlen, sondern sie zu verschenken.“

Das ist interessant, denn das machen wir viel zu selten. Wir tauschen sie, wie oben bereits erwähnt, gegen Geld. Oft verschwenden wir sie, indem wir Dinge machen, die uns gar nicht wirklich interessieren. Oder wir geben sie genervt und widerwillig her, z. B. beim Warten an der Supermarktkasse oder auf den Feierabend. Deshalb würde ich dich gerne dazu anstiften, heute Zeit einmal versuchsweise ganz bewusst zu verschenken. An einen Menschen, der sich über sie freut und sie zu schätzen weiß. Oder einem glücklichen Fremden. Wem möchtest du gerne zuhören, mit wem etwas unternehmen?

Mach es…und wenn du Glück hast, gelingt dir eine wirklich erstaunliche Entdeckung.

 

CAM00376

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Anja hat einen Drachen

Nein, ich habe keine neue Vorgesetzte, sondern ich habe mir einen Sekretär zugelegt. Aber nicht irgendeinen langweilen, blassen Jüngling, sondern einen Helfer, der zu einer Autorin passt: Einen Drachen.

Diesen hatte ich mir vor ein paar Monaten, gemeinsam mit einem Diktiergerät, zugelegt gehabt. Das Diktiergerät,  ein Olympus VN-731, testete ich auch gleich und war davon begeistert, dass ich jetzt Ideen und Texte festhalten konnte, während ich Gemüse schnippelte oder spülte, ließ aber die Spracherkennungssoftware erst einmal ungenutzt liegen, weil ich der Meinung war, ich hätte gerade keine Zeit, diese auf mich einzurichten. Das war eindeutig ein Fehler.

Denn dann zog ich mir einen Tennisarm zu, was witzig klingt aber wirklich schmerzhaft ist. Obendrein ist der Name irreführend, denn man kann sich das auch durch Aktenordnerweitwurf und exzessive Mausbedienung zuziehen, den üblichen Bürosportarten.

Als ich dann auf Facebook schrieb, dass mein Buchprojekt sich noch mal verzögern würde, antwortete mir eine Autorenkollegin sie habe sich in einem ähnlichen Fall mit der Spracherkennungssoftware „Dragon Naturally Speaking“ weitergeholfen. Genau die, die ich daheim hatte, super.

Immerhin habe ich jetzt diesen Blogartikel fertigstellen können, aber ich kann allen, die sich eine solche Software zulegen, nur raten sie sofort einzurichten. Denn mein kleiner Drache muss mich erst noch richtig verstehen lernen. Er gewöhnt sich an die Aussprache seines Benutzers, indem er es wie wir alle macht: Er lernt durch Fehler. Jedes Mal wenn er korrigiert wird, speichert er das ab. Die Software ist wirklich super, allerdings werde ich eher langfristig vom Drachen profitieren, denn damit mein kleiner Helfer richtig schlau werden kann, muss ich so weit hergestellt sein, dass ich längere Texte korrigieren kann. Er ist zum Beispiel immer noch der Meinung, er arbeite für jemanden, der sich mit Schreinerei beschäftigt. Und anstatt „zu üben“ will er sieben. Sehr witzig.

CAM00368

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